Weihnachten macht Armut focusierbar


Der Sozialticker - kritisch fordernd unabhängig (openPR) - Es weihnachtet und immer mehr Deutschen wird bewußt, was es heißt, arm zu sein. In den Medien wird täglich vom steigenden Konsumrausch der Bevölkerung berichtet, während Millionen Leistungsbezieher von Sozialleistungen immer deutlicher feststellen, wie schnell man aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurde.

Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Erfahrungswissenschaftliche Sozialforschung (Gewis) für den Berliner Internethändler My Toys ergab, das Eltern in diesem Jahr durchschnittlich 357 Euro pro Kind für Weihnachtsgeschenke ausgegeben haben. Verschenkt werde nicht nur Spielzeug, sondern auch viel Kleidung. Beliebt sei auch elektronisches Lernspielzeug.

357 Euro pro Kind, das ist mehr, als ein Single Leistungsbezieher von ALG II mit 345 Euro im Monat als Regelsatz zur Verfügung hat. Damit eine Familie mit ALG II für ein Kind 357 Euro angespart hätte, müßten diese ca. 10 Jahre, Monat für Monat Rücklagen bilden.

Utopisch also, das Familien im SGB ohne Weihnachtsbeihilfen jemals für Kinder ein sozialverträgliches Weihnachtsfest gestalten könnten, dass diese nicht gegenüber ihren Altersgenossen ausschliesst .
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