Auswandererbuch: Holstein (Iowa) entdeckt seinen Ursprung
Titelseite des neuen Buches "Building a Bridge"
(openPR) - Im Juni 1982 erlebten etwa 1500 Einwohner in Holstein (Iowa) die Hundertjahrfeier ihres Ortes. Dabei tauchten zwei Studenten aus Schleswig-Holstein auf, deren Besuch bis in die Gegenwart vielfältige, sensationelle Folgen haben sollte.
Mit dem "Holstein Centennial Book 1882 - 1982" hatten Bürger seinerzeit eine kiloschwere illustrierte Chronik erarbeitet, die jedoch kaum Hinweise auf den Einwandererstrom aus Norddeutschland enthielt. Das neue zweisprachige Buch "Building a Bridge" (frei übersetzt: Brückenbau) spannt nun einen weiten Bogen vom 19. Jahrhundert über einen tragischen Beziehungsbruch bis zum Aufbau intensiver Kontakte von Nachkommen der Einwanderer in Holstein (Iowa) mit der Heimat der Vorväter.
Die Studenten Joachim Reppmann und Dietrich Eicke stießen 1982 auf ihrer Suche nach deutschen Städtenamen im mittleren Westen der USA eine ungewöhnliche transatlantische Basisbewegung an: Freundschaften wurden geschmiedet und Stammbäume durchforstet, lebendige Verbindungen von Vereinen entstanden, große Feste und wechselseitige Reisen wurden organisiert.
Dabei erfuhren Amerikaner wie Deutsche allerlei Überraschungen. Ein gemeinsames Kulturbewusstsein auf Grund der wieder belebten Vergangenheit wuchs kräftig. Der Erste und der Zweite Weltkrieg hatten einst nahezu sämtliche Bindungen zwischen alter und neuer Heimat zerstört, nachdem allein rund 200 000 Schleswig-Holsteiner in die USA ausgewandert waren. Insgesamt entflohen Millionen von Europäern feudaler Enge und wirtschaftlicher Armut.
Historiker Dr. Joachim Reppmann (Flensburg und Minnesota), Hobbyforscherin Virginia Degen (Iowa) und Publizist Erhard Böttcher (seit 1993 Herrenberg bei Stuttgart, früher Flensburg und Kiel) schildern jetzt kompakt die idealtypische Gründung und Entwicklung des Landstädtchens Holstein in der Prärie und den Aufbau der neuen transatlantische Brücke.
Das Buch beruht auf intensiven wissenschaftlichen Forschungen; es bietet gleichwohl kurzweiligen Lesestoff mit Reportagen und zahlreiche Anekdoten neben vielen Bildern. Die Autoren möchten, dass die Publikation die Migrationsforschung und die Völkerverständigung beispielhaft stärkt. Zudem können sie sich vorstellen, dass das Buch mit seinen lebendigen zeitgeschichtlichen Darstellungen an Schulen im Geschichts- wie im Englischunterricht benutzt werden kann.
"Building a Bridge" (englisch und deutsch) von Erhard Böttcher, Virginia Degen und Joachim Reppmann; 115 Seiten mit vielen Abbildungen, Zeittafel und Literaturhinweisen; Preis 15,00 € (ab zehn Exemplaren 9,80 €).
Bestellungen bei Dr. Joachim Reppmann, c/o Christel Richter, Jungfernstieg 1 a, 24960 Glücksburg, Telefon 04631 / 409 1758, RichterChristel@aol.com.
*** Dr. Joachim Reppmann, deus GmbH - International Connections:
- Sommerhalbjahr Moltkestraße 6, 24937 Flensburg, Tel. 0461 / 5700078
- Winterhalbjahr 103 N Orchard St., Northfield, MN 55057, USA, Tel. 507-645-2584, Fax 507-645-8524
- YogiReppmann@yahoo.com, yogi@moin-moin.com, info@moin-moin.com;
www.moin-moin.com
*** Erhard Böttcher, Textwerkstatt Federfuchs, Pfalzgrafenweg 3, 71083 Herrenberg, erhardehbuehl@freenet.de, Telefon 07032 / 28 651, Fax 07032 / 20 14 36
- Reppmann, deus GmbH: Unternehmensberatung zwischen Ostseeraum und USA,, transatlantische Veranstaltungs- und Reiseorganisation, Publikationen zur Auswanderergeschichte.
- Böttcher, Federfuchs: Journalist/Vorruheständler mit gelegentlichen publizistischen Dienstleistungen wie Reportagen und Pressemitteilungen, Koautor bei Büchern.
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